Ob das Antifouling gut funktioniert kann ich noch nicht sagen, da dass Boot erst jetzt ins Wasser kommt. Das Aufbringen ist jedoch große "Schei....". Nur über Kopf kann der Sprüher benutzt werden, dann läuft das Medium allerdings aus allen Ritzen und Spalten aus dem Sprühkopf und versaut alles. Es lässt sich kein Sprühnebel mit der Düse erzeugen sondern nur ein Scharfer Strahl (Ich habe alle Einstellungen versucht). Die Folge, wo man hin spritzt ist eine dicke Schicht oder sogar Tropfen den das Medium erkaltet sofort nach 2-3 sec, daneben nichts. Wenn man in dieser Zeit sofort mit der Hand das Medium verteilt erreicht man einen Schmierfilm. Gott sei Dank habe ich das Boot vom Wasserpass nach oben abgeklebt sonst währe die Bordwand böse versaut, da doch etliche Tröpfchen sich großflächig verteilen. Der Sprühstrahl ist so stark, dass man 1,5-2,5 mtr. weit spritzen kann jedoch gibt es auch in dieser Entfernung keinen Sprühnebel. Mit heißem Wasser lässt sich das daneben gegangene recht leicht entfernen. Die Oberfläche ist nach dem erkalten weich, wachsig, schmierig. Mein Fazit, nie wieder!!
Anmerk. SVB / Hersteller:
Wir nehmen Beanstandung sehr ernst und ich lege Wert darauf, solche Meldungen nach Möglichkeit zu untersuchen.
Zu den Sprühköpfen: Es war damals vor 7 Jahren nicht leicht, den richtigen hitzebeständigen Sprühkopf (Trigger) zu finden. Nullachtfünfzehn Köpfe hielten die Temperatur von 100°C über 1/2 Stunde nicht aus. Der Canyon-Sprühkopf erbrachte die Leistung als einziger. Dieser Trigger verfügt über stabile Düsen, die den trichterförmigen Sprühvorgang gewährleisten. Im Laufe der Jahre konnten wir zahlreiche Sprühvorgänge in Echtzeit durchführen, wobei der Trigger nie versagte. - Einzig wenn Gewalt angewendet wurde bei verstopften Düsen konnten Probleme auftreten.
Auf Ihr Email habe ich sofort als Test mehrere Sprühflaschen in kochendem Wasser über eine Stunde erhitzt und sodann den Inhalt in fächerförmigem Strahl versprüht. Keiner der Trigger zeigte dabei Probleme, die fächerförmige Versprühung gelang bei allen Flaschen bis auf den letzten Rest. Bei kurzen Unterbrechungen der Sprühung tauchte ich den Trigger eine Minute ins heisse Wasser, um eine mögliche Verstopfung der Düse wegen Abkühlung wieder zu verflüssigen. Der Sprühvorgang konnte wieder normal weitergeführt werden.
Die Art und Weise der Anwendung von BIOTARD R2 unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Produkten, die mit Pinsel und Roller verarbeitet werden. Dies mag bei einzelnen Anwendern zu Unsicherheit führen. Das ist bei uns bekannt und wir bekommen bisweilen auch entsprechende Rückfragen, wenn die Leute eine Sprühflasche in die Hand bekommen und keine Farbdose.
Die Verarbeitungsanleitung haben wir über die Jahre der Direktverkäufe und nach Meldungen über Schwierigkeiten stets von neuem versucht anzupassen, sodass nach menschlichem Ermessen - und bei Befolgung der Anleitung - nichts mehr schief gehen sollte... Wir mussten aber feststellen, dass deren Befolgung bei Erstanwendern bisweilen zu wünschen übrig lässt. Ursachen der Probleme fanden wir vor allem bei:
- Verarbeitung/Versprühung bei zu tiefen Aussentemperaturen. Aussentemperaturen unter 15°C sind gefährlich. Sie lassen bei Arbeitsunterbrüchen den Sprühkopf rasch abkalten und damit verstopfen.
- Zu gringe Erzitzung des Inhalts und dabei Klumpenbildung des Mediums. Verdicktes, noch klumpiges Material lässt sich ganz einfach nicht durch die feinen Düsen pumpen. Ein einziger langer Strahl ist dann die Folge.
- Gewaltanwendung bei erkaltetem Trigger und verstopften Düsen toleriert der Sprühkopf kaum.
Die wichtigsten Punkte für erfolgreiches Versprühen:
- Die Flasche solange im heissen/kochenden Wasser stehen lassen, bis der gesamte Inhalt sich verflüssigt. Dabei die Flasche nicht auf den Kopf drehen! Das kann bis gegen eine Stunde dauern. Der Inhalt wird bei korrekter Erhitzung flüssig wie Wasser und lässt sich wie Wasser versprühen!
- Den Sprühkopf auf der Flasche festziehen. Er soll sich nicht mehr drehen lassen. Die Flasche erst vor Ort und erst unmmittelbar vor Sprühbeginn auf den Kopf drehen, dann aber sofort mit Pumpen beginnen und die Düsenspitze leicht drehen, bis der Strahl fächerförmig sprüht.
- Falls immer möglich, den Sprühvorgang nicht unterbrechen. Bei Ermüdung die Hand wechseln, um weiter zu sprühen. Kräftige Hände machen dies leicht, - oder es ist ein Gehilfe vor Ort um die Arbeit abzuwechseln. Wenn dennoch länger als rund 30 Sekunden unterbrochen wird, muss der Trigger kurz ins heisse Wasser getaucht werden, um die Düsen und deren Inhalt wieder auf Temperatur zu bringen. Wenn das Medium heiss und flüssig bleibt ist eine Verklebung der Düsen schlichtweg nicht möglich. Dabei lässt sich auch eine regelmässig Schicht auf der Oberfläche ganz leicht erzielen. Ein nachglätten ist nicht erforderlich. 'Läufe' können nach Erkaltung mit einem feinen Spachtel oder einem Pinsel etwas nachgeglättet werden.
- Nicht sprühen bei Wind. Der feine Sprühnebel wird durch Windzug leicht weggeblasen.
Ich bedauere, dass Ihr Kunde bei der Produktebewertung sehr negativ reagierte. Aus seinen Bemerkungen ist aber erkennbar, dass obige Punkte zu wenig beachtet wurden.